Natural Landscape Photography Awards: Mein Projektbeitrag

Natural Landscape Photography Awards: Mein Projektbeitrag
Mächtige und zerklüftete Felswände erheben sich aus dem Hauptdolomitschutt.

Ich bin der Inspiration gefolgt und habe kurz vor Einsendeschluss im Wettbewerb des britisch-amerikanischen Natural Landscape Photography Awards meinen Projektbeitrag eingereicht. Dieser Wettbewerb fand dieses Jahr zum zweiten Mal statt und zielt darauf ab, eine „Plattform für Fotografen zu schaffen, die Landschaften in einer wahrhaftigen und natürlichen Art abbilden“. Ausgangspunkt ist die Idee der „Besonderheit der Fotografie im Vergleich zu anderen Kunstformen, die darin bestehe, dass sie auf der Wirklichkeit beruhe“. „Indem wir unsere Bilder darauf beschränken, die natürliche Welt wahrheitsgemäß darzustellen, schaffen wir Vertrauen in die einzigartige Position unserer Kunstform wirkliche Erfahrungen mit künstlerischem Schaffen zu verbinden“ (ebd., Übersetzung durch mich). Der Wettbewerb wurde 2021 von den Landschaftsfotografen Tim Parkin, Matt Payne, Rajesh Jyothiswaran und Alex Nail ins Leben gerufen.

Einige der Regeln für den Natural Landscape Photography Awards

Die Regeln sehen unter anderem vor, dass es nicht gestattet ist, in ein Bild neue Elemente einzufügen, oder z. B. einen Hintergrund aus einem anderen Bild in ein Foto zu montieren. Wesentliche Bildelemente, die zu der dargestellten Szene gehören, dürfen nicht entfernt werden. Ausnahmen: z. B. ein Blatt, einen kleinen Ast oder ein entferntes Auto herausnehmen. Vorhandene Elemente dürfen auch nicht verzerrt werden, um z. B. eine Bergkette größer aussehen zu lassen als sie es in Wirklichkeit ist. Eine Kombination von Bildern, die mit verschiedenen Brennweiten oder zu deutlich unterschiedlichen Zeiten aufgenommen wurden, ist ebenfalls nicht erlaubt. Ein Paradebeispiel sind hier Bilder, in denen der Mond vor einer Landschaft viel größer als in der Natur erscheint. 

Vielleicht chancenlos, aber eine Erfahrung wert

Als ich mir die Ergebnisse aus dem Jahr 2021 ansah, dachte ich, dass meine Bilder chancenlos wären. Das sind sie vielleicht auch. Auf der Facebook-Seite des Wettbewerbs werden allerdings immer wieder Fotos der Einreichungen vom Vorjahr gezeigt. Im Vergleich zu ihnen sehe ich meine Bilder durchaus als einen passenden und würdigen Beitrag an. Somit inspirierte mich die Ansicht dieser unterschiedlichen Bilder dazu es einfach zu versuchen. Es ist mein erster Beitrag zu einem ambitionierten und renommierten Fotografie-Wettbewerb.

Ich hatte mich für die Kategorie „Projekt“ im Unterschied zu einem einzelnen Bild im Hauptwettbewerb entschieden, und für mein Projekt zehn Bilder eingereicht, die ich hier (noch einmal) vorstellen möchte. Ich habe sie im wesentlichen schon in meinem Beitrag darüber, warum ich in die Berge gehe, veröffentlicht. Für den Natural Landscape Photography Awards habe ich sie mir noch einmal vorgenommen und mit mehr Achtsamkeit oder mehr Detailgenauigkeit bearbeitet.

Ich fühle mich dem Ziel des Wettbewerbs verbunden und freue mich, mit meinem Beitrag das Anliegen einer ehrlichen Fotografie zu unterstützen. Ich verfolge die Werke von einem der Gründer des Wettbewerbs, Alex Nail, seit Jahren. Sie begeistern mich immer wieder. Unter den Juroren ist auch eine Fotografin aus Deutschland vertreten: Sandra Bartocha. Auch ihre faszinierenden Naturaufnahmen sind mir seit langem ein Begriff. 

Natural Landscape Photography Awards – Mein Projektbeitrag: „Vertikale Sedimentschichten“

Mein Projekt habe ich in etwa so vorgestellt: „Der Fels in Nordtirol besteht hauptsächlich aus Hauptdolomit, von dem man sagt, er sei sehr brüchig und hart. Typisch für das Gebiet sind daher große Schutthalden oder Schuttablagerungen. Auf Grund der intensiven Auffaltung können die Sedimentschichten in einer vertikalen Richtung erscheinen, vielleicht gebogen in verschiedenen Graden und Formen. Dieses Projekt zielt darauf ab, einige dieser Felsformationen hervorzuheben. Die Wettervorhersage für diesen besonderen Tag im Juni 2022 war gut und ich rechnete daher nicht mit Schwierigkeiten. Es kam anders. Ich wurde nass und es gab auch Graupel. Die meiste Zeit des Tages war die Sonne verborgen hinter schweren Wolken. Aber für einige flüchtige Momente kam sie durch und beleuchtete die wilden und bizarren Felsstrukturen und verlieh jenem dunklen und finsteren Tag etwas Tiefe und Licht.“

Die Gewinner werden am 15. November bekannt gegeben.

 

 

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