Folge der Freude

Folge der Freude

“Freude, schöner Götterfunken,

Tochter aus Elisium,

Wir betreten feuertrunken,

Himmlische, dein Heiligthum.

Deine Zauber binden wieder,

Was die Mode streng getheilt,

Alle Menschen werden Brüder,

Wo dein sanfter Flügel weilt…”

(aus der Ode an die Freude von Friedrich Schiller)

Mir bereitet es Freude, die mich umgebende Natur in ihrem Wandel zu beobachten, zu bewundern und ihren Regungen zu lauschen. Dabei immer wieder ruhig zu werden, einzutauchen in den gegenwärtigen Augenblick und dabei eine stille Freude zu genießen, das schätze ich sehr. Ein Spaziergang ohne Verpflichtung zu irgendetwas. Der Zeit und den Forderungen der Welt entrückt. Den Tand und Irrsinn der Welt vergessen, weil hier und jetzt keine Gefahr droht, und ich nichts tun muss. Die Dichter wussten schon immer diese Erfahrung und das daran Anschließende zu beschreiben. Sie steht jedem offen, der es zu einer festen Gewohnheit in seinem Alltag macht Raum für die Freude zu schaffen.

Egal, was es ist, was uns Freude bereitet, tun wir das, gehen wir dem nach. Folgen wir der Freude und nicht der Angst. Wir sind dem Leben geweiht, nicht dem Tod und der Sklaverei. Wollen wir leben, wahrhaftig leben, erfüllt leben? Das zu verwirklichen hilft uns die Freude. Die Freude lenkt uns, sofern wir uns ihr anvertrauen, aus dem Tal des Todes und des Elends heraus, in den Himmel unseres Seins, unserer Wahrheit und Schöpferkraft, und hilft uns zu unserer Berufung zu finden.

Eine neue Zeit bricht an. Seien wir mutig und blicken nicht zurück. Die Vergangenheit ist vorbei. Die Wahrheit ist nicht dort draußen, sondern in uns. Die Freude weist uns den Weg.

 

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