Was ist das Ehrliche Mitteilen? Hochvogel und Marchspitze zeigen es

Was ist das Ehrliche Mitteilen? Hochvogel und Marchspitze zeigen es
Die Marchspitze am Ende des Hornbachtales.

Was ist das Ehrliche Mitteilen?

Das Ehrliche Mitteilen, abgekürzt EM, ist eine Kommunikationsform, die gleiche Augenhöhe, Sicherheit und Verbundenheit unter den Teilnehmern schafft oder fördert. Sie entspannt unser Nervensystem und schenkt uns die Gnade einer neuen Erfahrung, in der Nähe nicht mit Gefahr verbunden ist. Sie ist an gewisse strenge Regeln gebunden und erlaubt nur Äußerungen auf drei Ebenen im Hier und Jetzt. Dies sind die Wahrnehmungsebenen des Körpers, der Gefühle und der Gedanken. Es geht beim EM nicht um den Inhalt an sich, sondern nur darum, dass im Kontakt mit anderen Menschen mitgeteilt wird, was gerade auf den drei genannten Ebenen los ist. Wenn die Mitteilung auf eine Art und Weise geschieht, die nicht die Identifikation mit den Inhalten bedeutet, wird sich dein Nervensystem entspannen und beruhigen. Dies ermöglicht Erfahrungen von tiefer Verbundenheit, Freude, Frieden, und Glück.

Die Struktur für das Ehrliche Mitteilen

Das Ehrliche Mitteilen wird von zwei oder mehr, maximal acht Menschen praktiziert. Sie verabreden sich dafür und treffen sich in einem gemeinsamen Raum oder auch online und folgen bestimmten Regeln. Es gibt einen Gruppenleiter, der darauf achtet, dass die Regeln eingehalten werden. Die Regeln schaffen Sicherheit und geben den Rahmen für die Teilnehmer vor. Jeder Teilnehmer teilt sich für eine jeweils vorher für alle vereinbarte Zeit, z. B. sieben oder zehen Minuten mit.

Es spricht immer nur eine Person. Die anderen hören zu, bis der Sprechende seine Zeit ausgeschöpft hat. Die Zuhörenden versuchen mit ihrer ganzen Aufmerksamkeit beim Sprecher zu sein. Alle halten die Augen offen. Blickkontakt ist erlaubt und wird empfohlen, muss aber nicht die ganze Zeit gehalten werden. Wem dies zuviel wird, der kann auch auf Arme, Beine etc. oder, wem das immer noch zuviel ist, auf den Boden oder an der Person vorbei schauen. Wenn der Sprechende seine Zeit nicht ausschöpfen will, kann er sagen: „Mein Kopf denkt, ich bin jetzt fertig. Ich bin fertig, danke.“ Dann kommt der nächste in der Runde dran, oder der, der als nächstes einen Impuls zum Sprechen spürt und sich meldet.

Beim Ehrlichen Mitteilen geht es nicht darum, dass du dich überforderst oder über deine Grenzen gehst. Du bestimmst, was du mitteilst. Wenn du etwas nicht mitteilen möchtest, kannst du sagen: „Mein Kopf denkt gerade, diesen Gedanken mitzuteilen ist mir zu gefährlich.“ Oder: „Da ist gerade ein Gefühl in mir. Mein Kopf denkt, das will ich jetzt nicht mitteilen.“ Dann kannst du schauen, wie sich das anfühlt und gegebenenfalls neu entscheiden. Sorge gut für dich und setze dich nicht unter Druck. Bis in der Gruppe genug Sicherheit eingekehrt ist, gilt die Empfehlung, in den Äußerungen sich nicht auf andere Teilnehmer zu beziehen, also EM nach Level 1 zu üben. Ist die Gruppe gefestigt, können nach vorheriger Entscheidung und Verabredung auch Inhalte geäußert werden, die sich auf andere Teilnehmer beziehen (Level 2). Zum Beispiel: „Mein Kopf denkt gerade, dass es dir nicht gut geht.“ Oder: „Mein Kopf denkt gerade, dass ich mich in deiner Nähe wohl fühle.“

Sprechen ohne Identifikation

Beim EM ist es wichtig, eine Identifikation mit den Bewusstseinsinhalten, also mit dem, was du wahrnimmst und mitteilst, zu vermeiden. Deshalb ist die Empfehlung und Regel gegeben, jeden Satz mit kurzen Floskeln zu beginnen und kurze Sätze zu bilden. Für die körperliche Ebene lautet die Floskel: „Ich spüre…“, also zum Beispiel: „Ich spüre Hitze im Gesicht.“ Oder: „Ich spüre Anspannung in der Schulter.“ Für die emotionale Ebene, also für Gefühle sagst du: „Ich fühle gerade…“, also zum Beispiel: „Ich fühle gerade Wut.“ Oder: „Ich fühle gerade Freude.“ Für Inhalte auf der mentalen oder Gedankenebene wählst du am besten: „Mein Kopf denkt gerade, dass…“, oder: „Da ist gerade der Gedanke, dass…“ Zum Beispiel: „Mein Kopf denkt gerade, dass mir das alles zu viel ist.“ „Mein Kopf denkt gerade, dass ich keine Lust zu sprechen habe.“ „Da ist gerade der Gedanke, dass ich heute noch nicht spazieren war.“

Diese Art zu sprechen schafft eine innere Distanz zu deinen Bewusstseinsinhalten. Merkst du einen Unterschied zwischen „Mein linkes Knie tut weh“ und „Ich spüre Schmerz im linken Knie“? Du bist nicht deine Gedanken, deine Gefühle, und auch nicht deine Körperempfindungen. In unserer Kultur sind wir hauptsächlich mit Gedanken identifiziert und haben meist wenig oder keinen Zugang zu unseren Gefühlen. Wer sich in der angegebenen Form mitteilt, stellt keine Gefahr für andere dar, auch wenn es um starke Gefühle wie Wut oder Hass geht. Wer seine Gedanken so mitteilt, wird bei denen, die aufmerksam zuhören keine Abwehr hervorrufen. Dies führt daher zu mehr Verbindung und Entspannung, weil niemand sich persönlich angegriffen fühlen kann.

Kreuzeck und Rauheck
Wolken verdecken die Sicht in die Ferne. Der Hochvogel ist gerade noch erkennbar. Beim EM kann jeder Zustand mitgeteilt werden, auch solche von Unklarheit und Unsicherheit.

Was heißt das, es geht nicht um den Inhalt an sich?

Wenn du etwas anderes mitteilst als das, was gerade in dir wahrnehmbar ist, erzählst du Geschichten. Geschichten von gestern, von heute Morgen, oder was auch immer. Diese gehören nicht zum Ehrlichen Mitteilen. Vielleicht möchtest du dich aber gerade gut oder deinem Ideal entsprechend darstellen, weil du neu in einer Gruppe übst. Wenn solche Regungen wahrnehmbar sind, könntest du sagen: „Mein Kopf denkt gerade, dass ich gut dastehen will. Mein Kopf denk, dass ich gemocht werden will. Mein Kopf denkt, dass ich als cool und interessant gelten will. Mein Kopf denkt, dass ich mir über meinen Wert unsicher bin. Ich fühle Unsicherheit.“ Was auch immer es ist, das gilt es mitzuteilen. Es kommt also nicht auf den jeweiligen Inhalt an, sondern immer nur darauf, dass du es in Kontakt bringst, dass du es mitteilst.

Wie ist das Ehrliche Mitteilen entstanden?

Das Ehrliche Mitteilen beruht auf einer Eingebung. Der bekannte Traumatherapeut Gopal Norbert Klein hat nach einer Möglichkeit gesucht, wie mehr Menschen schneller Hilfe erfahren können, anstatt auf professionelle Therapeuten angewiesen zu sein. Diese Form der Kommunikation wurde ihm geistig zuteil. Seither hat sich dieser Ansatz weltweit verbreitet und viele Gruppen haben sich dazu gebildet. Sie agieren als Selbsthilfegruppen und werden „Lokale Gruppen“ genannt. Das EM ersetzt keine Therapie, kann aber sehr hilfreich und heilend sein und auch zu tiefer Transformation führen.

Das Buch zum Ehrlichen Mitteilen
Das Buch zum Ehrlichen Mitteilen von Gopal Norbert Klein

Für wen ist das Ehrliche Mitteilen gedacht?

Prinzipiell kannst du dich mit jedem Menschen ehrlich mitteilen. Es empfiehlt sich aber nicht, dies mit Menschen zu üben, zu denen du in einer Abhängigkeitsbeziehung stehst. Achte darauf, dass du Menschen dafür wählst, bei denen du dich sicher fühlst. Der andere muss dies auch wollen und bereit sein, sich an die Struktur und Regeln zu halten. Vielleicht ist dein Partner dafür offen, oder eine gute Freundin. Es gibt keine Anforderungen der Qualifikation für das Ehrliche Mitteilen. Du kannst selbst eine Gruppe dafür gründen, wenn es in deiner Nähe keine Gruppe gibt. 

Ich selbst habe vor eineinhalb Jahren eine Lokale Gruppe für Ehrliches Mitteilen gegründet, die sich regelmäßig am Donnerstag um 19 Uhr in Sonthofen trifft. Wenn du an einer Teilnahme interessiert bist, darfst du mich gerne kontaktieren. Im näheren Umkreis gibt es neun weitere Gruppen. Es gibt auch eine App, mit der du eine Gruppe in deiner Nähe finden kannst.

Einige hilfreiche Ressourcen zum Ehrlichen Mitteilen

Anleitung, z. B. ein Merkblatt zum Ehrlichen Mitteilen und viele weitere hilfreiche Materialien findest du auf der Webseite von Gopal Norbert Klein, wo Initiativen von Pionieren, Videos und FAQs zu den Lokalen Gruppen vorgestellt werden bzw. abrufbar sind. Gopal hat hervorragende Bücher zu dem Thema verfasst, z. B. „Heilung von Beziehungen“ oder „Der Vagusschlüssel zur Traumaheilung.“ Daraus wird ersichtlich, dass das Ehrliche Mitteilen ein Ansatz ist, der Erkenntnisse aus der Forschung zu Entwicklungs- und Bindungstrauma aufgreift, in der das autonome Nervensystem eine zentrale Rolle spielt.

Ein sehr ansprechender Leitfaden zum Ehrlichen Mitteilen kann gratis heruntergeladen, und für einen geringen Betrag auch als Druck auf Papier bestellt werden.

Gopal betont in einem aktuellen Video im Kontext der Erkenntnisse aus der Trauma-, Bindungs- und Entwicklungstheorie bzw. -forschung die Bedeutung oder Rolle der Paarbeziehung für unsere weitere persönliche und gesellschaftliche Entwicklung. Dort müssen wir ansetzen oder „arbeiten“, anstatt im Außen zu versuchen die Welt zu verändern, indem wir uns beispielsweise in Parteien oder im Umweltschutz engagieren. 

Warum praktiziere ich das Ehrliche Mitteilen?

Ich möchte lernen, meine Gefühle und Gedanken bewusster wahrzunehmen, um sie dann kommunizieren und auf ihre Angemessenheit oder Wahrheit prüfen zu können. Ich möchte lernen mit ihnen bewusst zu leben anstatt ihren Schatten auszuagieren und damit Beziehungen zu belasten oder gar zu zerstören. Mir geht es um mehr Authentizität, mehr Freiheit, mehr Freude und Glück in meinem Leben. Gefühle sind in meinen Augen Wegweiser für ein besseres Leben, wenn wir um ihre Botschaft wissen. In ihrem Schatten, in ihrem destruktiven Ausdruck schaffen sie mehr Leiden in unserem Leben. Mehr Distanz und Gelassenheit sind für mich wichtige Bedingungen für einen erwachsenen und reifen Umgang mit unseren inneren Regungen. Das, denke ich, lerne ich durch das Ehrliche Mitteilen. Und EM schafft tatsächlich Verbindung und Entspannung, sowohl in meiner Partnerschaft als auch in meiner Gruppe, und lässt mich Freude und Glück erfahren. Es gelingt mir nicht immer, alles relevante mitzuteilen, und dementsprechend begrenzt ist dann meine Erfahrung, aber es ist ja auch eine Erfahrung, an der ich lerne, und Übung macht den Meister. Es ist auch eine Schule im Wahrnehmen und Unterscheiden.

Hochvogel und Marchspitze zeigen, wie das Ehrliche Mitteilen verlaufen könnte

Hier folgt ein fiktiver Dialog in der Form des Ehrlichen Mitteilens, wie diese beiden Gipfelnachbarn ihn führen könnten. Wer weiß, vielleicht sind diese Berge ja auch lebende und empfindsame Wesen, die mit einander um eine offene und authentische Kommunikation bemüht sind.

Hochvogel
Der Hochvogel im Hintergrund über dem Muttekopf.

 

Hochvogel fängt an:

„Ich fühle Traurigkeit.“
„Mein Kopf denkt, dass ich bald auseinander breche.“
„Ich spüre Druck in meinem Oberkörper.“
„Mein Kopf denkt, ich möchte mich jetzt lieber zurückziehen.“
„Mein Kopf denkt, dass ich lieber schweigen möchte.
„Mein Kopf denkt, ich habe keine Lust auf diese seltsamen Phrasen.“
„Ich fühle Wut.“
„Mein Kopf denkt, ein bisschen abnehmen könnte aber gut tun.“
„Mein Kopf denkt, vielleicht bleibt ja meine Schönheit erhalten.“
„Ich fühle Scham.“
„Mein Kopf denkt, dass ich eitel bin.“
„Mein Kopf denkt, das kommt von meiner Alleinstellung.“
„Mein Kopf denkt, mehr Kommunikation würde mir gut tun.“
„Mein Kopf denkt, dass es gut ist, dass keine menschlichen Siedlungen betroffen sein werden.“
„Ich spüre Erleichterung in meinem Bauch.“
„Ich fühle Freude.“
„Mein Kopf denkt, dass die Menschen es kaum erwarten können, bis es so weit ist.“
„Mein Kopf denkt, dass ich es lieber so ruhig wie du haben möchte.“
„Mein Kopf denkt, dass jeden Tag viele Menschen mir auf den Kopf steigen.“
„Mein Kopf denkt, dass die Menschen die Zeit in der Natur brauchen.“
„Mein Kopf denkt, dass die Menschen viel mehr Zeit für ihre inneren Bewegungen brauchen.“
„Mein Kopf denkt, dass ich die Angst der Menschen spüre.“
„Mein Kopf denkt, dass die Menschen falschen Gedanken anhängen.“
„Ich fühle Traurigkeit.“
„Mein Kopf denkt, dass ich Mitgefühl empfinde.“
„Mein Kopf denkt, dass ich mir nicht sicher bin, ob das ein Gefühl ist.“
„Ich fühle Verbundenheit.“
„Mein Kopf denkt, dass ich Menschen trotz allem gerne habe.“
„Ich fühle Freude.“
„Mein Kopf denkt, dass ich es schätze, wenn die Menschen sich bei mir gut fühlen.“
„Mein Kopf denkt, dass du heute sehr grimmig aussiehst.“
„Mein Kopf denkt, dass du sauer bist.“
„Ich fühle Angst.“
„Ich spüre Druck auf der Brust.“
„Mein Kopf denkt, dass du vielleicht Trost brauchst.“
„Mein Kopf denkt, dass ich dich gerne besuchen würde.“
„Ich denke, dass ich jetzt fertig bin.
„Danke.“

Marchspitze
Die Marchspitze von Nordwest aus gesehen.

 

Marchspitze kommt als zweite:

„Mein Kopf denkt, dass ich heute schlecht geträumt habe.“
„Ich spüre Müdigkeit im ganzen Körper.“
„Ich spüre Kälte im Gesicht.“
„Mein Kopf denkt, dass ich nicht gut drauf bin.“
„Mein Kopf denkt, dass es gut ist, es auszusprechen.“
„Mein Kopf denkt, dass du es heute besser hast mit dem Wetter.“
„Mein Kopf denkt, dass in meinem Traum heute der Große Krottenkopf sich in einen Vulkan verwandelt hat.“
„Ich spüre Enge auf der Brust.“
„Mein Kopf denkt, dass ich nicht neben einem Vulkan leben möchte.“
„Mein Kopf denkt, das wäre nur zu ertragen, wenn ich ab und zu in den Herrmanskarsee springen könnte.“
„Mein Kopf denkt, dass es seltsam ist, dass mein westlicher Nachbar ‚Faulewandspitze‘ genannt wird.“
„Mein Kopf denkt, dass das vielleicht ein Omen ist.“
„Mein Kopf denkt, ob ich wirklich manchmal Schwefelgeruch von ihr zu mir herüberziehen rieche.“
„Mein Kopf denkt, dass ich halluziniere.“
„Mein Kopf denkt, dass mir ein paar Steinböcke auf den Kopf steigen sollten.“
„Ich fühle Heiterkeit.“
„Mein Kopf denkt, dass ich heute eine wilde Phantasie habe.“
„Mein Kopf denkt, dass ich mich freuen würde, wenn du mich besuchen kämest.“
„Ich fühle Freude.“
„Ich fühle Dankbarkeit.“
„Mein Kopf denkt, dass das Ehrliche Mitteilen echt was Gutes ist.“
„Ich spüre Unruhe im Bauch.“
„Mein Kopf denkt, stell dir vor, du würdest tatsächlich zu mir kommen und auf der March Platz nehmen.“
„Mein Kopf denkt, dass die Menschen darüber staunen würden.“
„Mein Kopf denkt, dass dann sicher jemand an Jesu Worte vom Glauben, der Berge versetzt, denken würde.“
„Mein Kopf denkt, dass es Menschen mit solch einem starken Glauben vielleicht wirklich gibt.“
„Mein Kopf denkt, dass ich vielleicht einmal einen treffen werde.“
„Mein Kopf denkt, dass ich mich gerne zu dir hinüber versetzen lassen würde.“
„Ich fühle Heiterkeit.“
„Mein Kopf denkt, was du wohl darüber denkst.“
„Ich spüre Entspannung in meinem Nacken.“
„Ich fühle Freude.“
„Mein Kopf denkt, dass ich dich am liebsten gleich besuchen kommen würde.“
„Mein Kopf denkt, wir könnten Tannenzapfen- oder Krottenstengeltee trinken.“
„Mein Kopf denkt, dass du sehr schön aussiehst.“
„Mein Kopf denkt, dass es seltsam ist, dass du an deinem Kopf auseinander brechen sollst.“
„Mein Kopf denkt, dass das eben mit dem Älterwerden einher geht.“
„Mein Kopf denkt, dass ich ja auch nicht wenige Risse habe.“
„Mein Kopf denkt, dass nichts an uns ewig halten wird.“
„Mein Kopf denkt, dass das gut so ist.“
„Mein Kopf denkt, dass wir keine Körper sind.“
„Ich fühle Freude.“
„Mein Kopf denkt, ich habe jetzt genug gesprochen.“
„Danke.“

Die Bilder sind am 19. Oktober 2021 auf einer einsamen Tour über den Fürschießer, das Kreuzeck und den Bettlerrücken entstanden. Das Wetter war nicht sehr einladend und oft war die Sicht nicht gut. Aber auch ein solches Wetter hat seinen Reiz. Die tiefhängenden Wolken sorgen für eine mystische Stimmung, wie sie für das Allgäu keine Seltenheit ist.

PS: Jene, die nicht ortskundig sind und nicht in die Berge gehen, haben vielleicht noch nicht davon gehört, dass der Gipfel des Hochvogels in einem großen Bergsturz auseinander zu brechen droht. Der Riss am Gipfel ist stark angewachsen und wird laufend mit speziellen Messgeräten überwacht. Kristian Rath hat eine Tour zum Hochvogel und die Situation am Gipfel beschrieben.

 

 

Dieser Artikel hat 10 Kommentare

  1. Der Dialog zwischen den Bergen hat mich zum Lachen gebracht, danke dafür!

    1. Danke Stefanie. Ja, ich hab auch gelacht, als ich ihn noch einmal las. Was einem so in den Sinn kommt, wenn man der „Feder“ freien Lauf lässt.

  2. Herrlich… Danke… Super Arbeit. Sei umarmt aus der Ferne, M

  3. Alban, ich bin geflasht. Einfach nur wunderbar, sehr poetisch und wie immer auf den Punkt. Hat Spaß gemacht zu lesen. Lieben Dank dafür!

  4. Hallo Alban. Ich finde es immer wieder so wundervoll wie wir Menschen auf unterschiedlichste Weise sich ausdrücken und es doch immer um unser drei Ebenen (Körper , Geist, Seele) in den Einklang zu bekommen um uns dann wieder in der Einheit mit allem zu fühlen. Herzlichen Dank für den Impuls.
    Gruß Iris

    1. Hallo Iris, danke dir. Praktizierst du auch das Ehrliche Mitteilen? Machst du dadurch diese Erfahrung der Einheit mit allem? Ich habe das beim EM noch nicht gefühlt, aber ich erfahre dabei Ruhe, Entspannung und Freude.

  5. DANKE lieber Alban
    Sehr berührend

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